Keselground

: literarisches Hausen; siehe! - die Rabentiere!

Fritz Leiber / Das Rauchgespenst

Fritz Leiber, bekannt durch seine Lankhmar-Geschichten, war einer der ersten Autoren, die das Horror-Genre aus seinem 19. Jahrhundert-Mief befreite und ihm neue, schwärzere Impulse gab. Viele seiner Geschichten haben ihr Zentrum in der modernen Welt und zeigen deren Gesicht in seiner ganzen Schäbigkeit, Abscheulichkeit und Ausbeutung. Themen wie Alkoholismus, Armut und Rassismus werden sachlich gehandhabt, […]

Die Vorstellung, dass Gleichgewicht…

Dort schwebte ich; heute ist es ein Wunder, wie frei damals der Äther das Dorf zu trinken wußte, ich (wenn Sie mir gestatten, ‚Ich‘ zu sagen) mit Honigperlen nieder riesle, als ein Bruder des nächsten Grashalmes unter die Wolkendecke sank. Die Häuser und Gehöfte erblühten neben mir, als wäre die Erdkugel Saat, der steife Wind […]

Dort beim Hexenkraut

Artikel #7 von 7 der Artikelserie “Flash Fiction” Gerüchte ziehen durch das Land. Bodennah kriecht der feuchte Dunst, der von den Zungen platscht, über die Felder, und damit verderben sie dem Morgen die Schönheit der aufgehenden Sonne. Die Waldlaubsänger sirren in den frisch mit Tau bezogenen Baumbetten mit dem Zwielicht um die Wette, flappen um […]

Seit wann schaukeln meine Schafe?

Artikel #6 von 7 der Artikelserie “Flash Fiction” Hier schüttelt der Nachtwind bereits die Bäume und patrouilliert um die Häuser. Die Zweige neigen sich, dankbar für jede Regung, die man ihnen antut, damit sie wenigstens ein bisschen Schnee von sich stoßen können, denn lange noch … lange noch müssen sie den Perchtenmantel tragen. Entkleidet sind […]

Zu den Kanon(-)en

Schon etwas länger plage ich mich mit dem Gedanken herum, einen Kanon zu gestalten, der sich ganz der spekulativen Fiktion widmet (’spekulative Literatur‘ hörte sich vielleicht gebräuchlicher an, aber die Fiktion ist per se ein Gedankenspiel, das der Literatur voran geht, also zuerst da ist. Außerdem gehört die spekulative Fiktion zur Literatur, wie auch die […]

Unsere schrecklichen Verlage

Auch bei Steve Erickson schlug der Schrecken unserer miserablen Verlagslandschaft mit eiskalter Hand zu. Nur zwei seiner bisher zehn Romane wurden ins Deutsche übersetzt, Rubicon Beach von Rowohlt im Jahre 1988, Das Meer kam um Mitternacht von Fischer 2002. Beide Verlage waren und sind sich nicht bewusst, dass Ericksons Romane miteinander korrespondieren. Woher auch, sie […]

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